Die australische Regierung verbietet fortan die Benutzung von Produkten aus dem Hause
Kaspersky. Auf der Website des australischen Innenministeriums ist im Rahmen einer Verordnung
zu lesen, dass australische Regierungseinrichtungen verpflichtet seien, "die Installation von Produkten und Webdiensten von Kaspersky Lab auf sämtlichen Systemen und Geräten der australischen Regierung zu unterbinden und bereits vorhandene Installationen zu entfernen." Man adressiere mit dem Schritt ein sicherheitsrelevantes Risiko für den Commonwealth. Die Weisung erfolgt per 1. April 2025.
Australien folgt damit dem Beispiel unter anderem aus den USA, wo Kaspersky-Produkte bereits seit Sommer 2024 nicht mehr auf Regierungsrechnern geduldet sind. Hintergrund sind Vorwürfe, wonach der Sicherheitsspezialist enge Banden zur russischen Regierung unterhält, was seitens Kaspersky stets bestritten wurde. Kaspersky versucht derweil, mit Transparenz-Initiativen und der Verlagerung von Infrastruktur in die Schweiz allfällige Bedenken der Kunden zu zerstreuen – im Falle von Australien offenbar erfolglos. Gemäss Kaspersky sei die Entscheidung der australischen Regierung rein politisch motiviert.
(mw)