Aus der Gesamtmarkterhebung für den Online- und Distanzhandel in der Schweiz, die in Zusammenarbeit vom Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV),
GfK und der Schweizerischen Post durchgeführt wurde, geht hervor, dass der Online- und Versandhandel im vergangenen Geschäftsjahr 5,7 Milliarden Franken Umsatz generiert hat. Damit konnte gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 7,5 Prozent erzielt werden. Den grössten Anteil an diesem Umsatz konnte dabei das Segment Heimelektronik, das ein Plus von 10,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken auswies, auf sich vereinen. Auf dem zweiten Platz liegt der Textil-Bereich, der um 11,7 Prozent auf 1,15 Milliarden Franken zulegen konnte. Weniger gut lief es dagegen im Segment DVD/CD/Bücher, wo der Umsatz auf Grund der Digitalisierung der Medien und dem Zuwachs an Marktanteilen von ausländischen Anbietern um 7 Prozent zurückgegangen ist. Auffällig ist in der Schweiz die Stärke des Online-Versandhandels im Segment Food. 2012 wurden online rund 700 Millionen für den Kauf von Lebensmitteln ausgegeben.
Am meisten Umsatz wurde derweil mit 4,25 Milliarden Franken durch Privatpersonen generiert, die über Unternehmen bestellt haben. 850 Millionen Franken wurden über Auktionsplattformen und Marktplätze und 600 Millionen Franken über Online-Einkäufe von Schweizer im Ausland eingespielt. Gut 80 Prozent der Transaktionen sollen dabei übers Internet erfolgt und 20 Prozent über das Telefon oder über die Post abgewickelt worden sein. Den Betrag für die gekaufte Ware begleichen 88 Prozent der Konsumenten am liebsten noch immer per Rechnung. Damit sind die Schweizer europaweit Spitzenreiter.
Grosses Wachstumspotential wird den Bereichen Home/Living, Beauty/Health oder Spielwaren zugesprochen. Man erwarte, dass bereits im laufenden Jahr einige Anbieter vermehrt auf diese Sparten setzen werden.
(af)