Die Zahl der Fusionen und Übernahmen von Schweizer KMU ist 2024 stark zurückgegangen, wie eine Studie von
Deloitte zeigt. Der totale Rückgang beträgt 8,7 Prozent, während inländische Transaktionen sogar um 28 Prozent eingebrochen sind. Der IT-Sektor stellt keine Ausnahme dar, die Anzahl Übernahmen von IT-Firmen ist um 14 Prozent zurückgegangen. Immerhin: 2023 war der Rückgang mit 20 Prozent sogar noch grösser.
Alle Sektoren waren vom starken Rückgang bei den rein inländischen Transaktionen betroffen. Hauptgrund ist eine Priorisierung des Wachstums ausserhalb der Schweiz durch Zukäufe. Schweizer KMU wollen so vermehrt Zugang zu neuen Märkten und kostengünstigeren Ressourcen erhalten. Darüber hinaus sind die Herausforderungen für die Finanzierung von Transaktionen durch eine stärkere Konzentration im Schweizer Bankensektor gestiegen. Aufkäufe von KMU aus dem Ausland kommen fvor allem aus Deutschland, Frankreich sowie Grossbritannien: Die drei Staaten machen 73 Prozent aller Käufe aus dem Ausland aus.
Für das laufende Jahr stellen die Studienautoren aber einen positiveren Trend fest. Bereits im Januar war eine verstärkte Aktivität bei Fusionen und Übernahmen zu beobachten, was die Studienautoren zur Annahme bringt, dass die M&A-Aktivitäten der Schweizer KMU wieder zunehmen werden. Die komplette Studie ist
hier einzusehen.
(dok)