Ingram Micro Schweiz hat seine Logistikkapazitäten komplett nach Deutschlang verlagert. Künftig werden Schweizer Kunden ausschliesslich aus dem Regional Distribution Center (RDC) im bayerischen Straubing beliefert. Ein Schritt, der sich abgezeichnet hat. Bereits seit 2010 bezieht
Ingram Micro Schweiz rund 50 Prozent der Produktpalette aus dem Logistikzentraum in Straubing. "Eine Erfolgsgeschichte", wie der Distributor erklärt. Daher wurde das Lieferkonzept nun auf das gesamte Hardware-Portfolio ausgeweitet.
Das RDC in Straubing ist laut Ingram Micro mit einer Fläche von 80'000 Quadratmetern eines der grössten IT-Logistikzentren Europas. Täglich werden hier bis zu 25'000 Aufträge mit rund 60'000 Paketen bearbeitet und versendet. Durch die hochautomatisierten Prozesse und eine Förderanlage von rund zehn Kilometern Länge können Bestellungen in der Regel noch am selben Tag versendet werden. Das gilt auch für Schweizer Kunden. Die Verlagerung und Zentralisierung soll daher weder an der Servicequalität noch an der zuverlässigen Belieferung etwas ändern.
Gleichzeitig kann Ingram Micro Schweiz über das RDC Straubing weitere Logistikdienstleistungen anbieten. Dazu gehören Value Added Services wie individuelle Konfigurationen, spezifische Verpackungslösungen und Dropshipping-Services direkt an Endkunden. Zudem sollen Kunden von einer optimierten Lagerhaltung und Just-in-Time-Belieferung profitieren.
Parallel zur Zentralisierung der Logistik treibt Ingram Micro Schweiz den Einsatz der Plattform Xvantage voran. Über einen sogenannten Single Pane of Glass-Ansatz will der Distributor eine zentrale und transparente Übersicht über die gesamte Produktpalette, Herstellerprojekte und Cloud-Lösungen bieten. So können Kunden klassische Hardware- und Softwareprodukte kombiniert mit As-a-Service-Modellen über eine Plattform beziehen. Gleichzeitig will Ingram Micro gezielt in den lokalen Ausbau von Sales- und Servicekapazitäten im und für den Schweizer Markt investieren, heisst es in einer Mitteilung.
(sta)