Linux und kein Ende: Das Betriebssystem mit dem offenen Quellcode befindet sich weiter auf dem Vormarsch. Nachdem seine Dominanz im Server-Umfeld inzwischen allgemein anerkannt ist, soll bis in einigen Jahren der Durchbruch auf dem Client erfolgen: IDC prophezeit dem Markt für kommerzielle Linux-Client-Betriebssysteme bis ins Jahr 2007 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 25,4 Prozent.
«Für diesen Boom ist
Novell seit der Übernahme von Suse Linux gut positioniert», sagte Jack Messmann, CEO der Netzwerk-Firma aus dem amerikanischen Utah, anlässlich der Entwicklerkonferenz Brainshare, die vor rund zwei Wochen in Salt Lake City stattgefunden hatte (IT Reseller berichtete).
Novell hat inzwischen mit
HP eine Vereinbarung zur Zertifizierung und Unterstützung von Suse Linux auf ausgewählten HP- und Compaq-Client-Systemen angekündigt. Dabei soll es sich um Business-Desktops und Notebooks handeln, die vorerst aber nur in den USA verkauft werden.
Europa soll nachfolgen. HP rühmt sich jetzt damit, als einziger grosser Anbieter «eine Linuxlösung vom Desktop bis ins Rechenzentrum» anbieten zu können. Wie Richard Seibt, ehemaliger CEO von Suse und jetziger Vice President für Europa bei Novell gegenüber IT Reseller erklärte, würde die Übernahme durch Novell viel zur Vertrauensbildung beitragen und die Bedenken vieler Unternehmen über den Linux-Einsatz zerstreuen helfen.
IBM hat ausserdem bekanntgegeben, eine bestehende Partnerschaft mit Novell zu erweitern und in deren Rahmen die komplette Serverfamilie künftig mit Suse Linux Enterprise Server als Betriebssystem auszuliefern, wenn der Kunde dies wünsche.
Die umfassenden Konfigurations- und Installationswerkzeuge von Suse Linux würden dabei helfen, das Betriebssystem auf IBM-Servern problemlos in heterogene Netzwerke einzuführen, teilt Novell mit. Mit der Erweiterung der bereits bestehenden Vereinbarung will
IBM die «Wahl für die Kunden» erweitern, wie es heisst. (bor)