Trump-Regierung droht, Chips-Act-Zahlungen einzustellen
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Trump-Regierung droht, Chips-Act-Zahlungen einzustellen

Der US-Handelsminister droht, gemäss dem Chips Act bereits zugesagte Zahlungen zurückzuhalten – die Chip-Unternehmen sollen zunächst selbst viel mehr investieren.
2. April 2025

   

Der unter Präsident Biden ins Leben gerufene Chips Act (Creating Helpful Incentives to Produce Semiconductors) sollte die US-Halbleiterindustrie mit 280 Milliarden Dollar unterstützen, unter anderem für den Bau neuer Fertigungsstätten. Jetzt droht die Trump-Regierung mit der Einstellung der Zahlungen, falls die profitierenden Unternehmen nicht selbst massiv mehr investieren. "The Register" berichtet von einer geforderten Verdoppelung der eigenen Investitionen. Präsident Trump soll in diesem Zusammenhang einen Executive Order erlassen haben, wonach im Handelsministerium ein neues Büro unter dem Titel "United States Investment Accelerator" einzurichten sei. Das Ziel des Büros ist es, "Unternehmen zu ermutigen, grosse Investitionen in den Vereinigten Staaten zu tätigen".


Früher wollte Trump die die Finanzierung des Chips Act vollständig streichen und das Geld stattdessen für die Reduktion der Bundesverschuldung bereitstellen. Nun hat Handelsminister Howard Lutnick laut Berichten angedeutet, bereits vereinbarte Zuschüsse nach dem Chips Act zurückzuhalten und damit die Unternehmen quasi zu zwingen, ihre geplanten Projekte aus eigener Kraft deutlich zu erweitern. TSMC hat bereits zugesagt, in den Ausbau seiner US-Fertigungsstätten 100 Milliarden US-Dollar zu investieren. (ubi)


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